Sonstiges

Die Bundestagswahlen zeigten, dass unser AfD-Personal in Ostdeutschland sehr geschätzt wird

Ehrliche Analyse des Wahlergebnis: Im Westen müssen wir noch die richtige Strategie finden


Das Wahlergebnis des vergangenen Sonntags hat wohl niemanden von uns wirklich erfreut. Die AfD kommt bundesweit auf 10,1% der abgegebenen Erststimmen und 10,3% der abgegebenen Zweitstimmen. Absolut betrachtet haben wir 623.482 Erststimmen (11,73% der Stimmen von 2017) und 1.076.018 Zweitstimmen (18,31% der Stimmen von 2017) verloren. Aber wo Schatten ist, da ist auch Licht.

Auf Bundesebene kann man hier als positives vielleicht mitnehmen, dass wir bei den Erststimmen deutlich weniger verloren haben als bei den Zweitstimmen, was darauf hindeutet, dass unsere verbliebenen Wählerschaft, die 2017 zu großen Teilen noch aus Protestwählern bestand, heute zu einem deutlich höheren Anteil aus überzeugten Stammwählern besteht, die mit beiden Stimmen AfD wählen. Nichtsdestotrotz ist das Ergebnis in seiner Gesamtheit nicht schönzureden und definitiv ein Rückschlag. Wir müssen uns nun überlegen, wie wir die Wähler in Zukunft besser erreichen.

Verloren haben wir Netto an nahezu alle Parteien sowie auch die Nichtwähler. Besonders schmerzhaft waren die Nettoverluste von 260.000 Wählern an die SPD, 210.000 Wählern an die FDP sowie 180.000 Wähler an Kleinparteien (Freie Wähler, die Basis, …). Auch konnten wir leider nicht genug Erstwähler hinzugewinnen, um den Verlust jener Wähler von 2017 zu kompensieren, die in der Zwischenzeit verstorben sind. Unterm Strich haben wir lediglich von der Linkspartei 90.000 Wähler gewinnen können, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass wir jetzt die Partei der Ostdeutschen sind, eine Rolle die vor unserer Gründung die Linkspartei übernahm.

Geht man bei der Analyse des Wahlergebnisses nun etwas tiefer ins Detail, dann zeigt sich, dass sich die Wahlergebnisse der AfD in verschiedenen Regionen deutlich unterschiedlich entwickelt haben.


Es gibt große Differenzen zwischen West und Ost sowie den Stadtstaaten und den Flächenstaaten.


In Ostdeutschland verloren wir nur 93.427 oder 5,5% der absoluten Zweitstimmen von 2017, im Westen waren es hingegen 982.591 oder 23,42% der absoluten Zweitstimmen von 2017. Ähnliches lässt sich bei den Erststimmen beobachten, bei dieser konnten wir im Osten sogar 36.585 hinzugewinnen, was einem Zuwachs von 2,30% der absoluten Erststimmen entspricht. In Westdeutschland haben wir hingegen 660.067 Erststimmen verloren oder 17,7% der absoluten Wählerstimmen von 2017. Während wir bei der Zweitstimme nur in Thüringen um 9.155 Stimmen zulegen konnten, gelang uns eine Verbesserung bei der Erststimme (absolut betrachtet) in Sachsen-Anhalt, dem Saarland, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Dies zeigt, dass unser Personal in Ostdeutschland sehr geschätzt wird und wir dementsprechend im Osten Deutschlands personell definitiv gut aufgestellt sind. Auch deuten die nur geringen Verluste (und der Stimmzuwachs in Thüringen) bei den Zweitstimmen darauf hin, dass wir dort auch Strategisch unseren Weg gefunden haben und gut aufgestellt sind. Im ehemaligen Westdeutschland hingegen fällt das Fazit deutlich schlechter aus, mit Verlusten von 17,7% unserer Erststimmen und 23,42% der Zweitstimmen, ist das Ergebnis hier definitiv als schlecht zu bezeichnen, während es im Osten noch als durchwachsen anzusehen ist.

Besonders schlecht schnitten wir in den drei Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg ab, in denen wir im Durchschnitt fast 1/3 der Stimmen von 2017 verloren. Hier haben wir noch keine gute Strategie gefunden, um neue Wähler von uns zu überzeugen oder zumindest alte zuverlässig an uns zu binden. Eine gute Strategie für den Westen zu entwickeln wird in den nächsten Jahren die wichtigste Aufgabe unserer Partei sein. Orientieren können wir uns da eventuell etwas am einzigen Westdeutschen Bundesland mit einem soliden Ergebnis, also dem Saarland, indem wir nur 2,2% der Zweitstimmen verlor, damit nach Thüringen am besten abschnitten und sogar besser als der Durchschnitt der Ost-Bundesländer. Auch bei den Erststimmen war das Saarland der Zweitplatzierte nach Sachsen Anhalt mit einem Zuwachs von 3,01% an Wählerstimmen. Dies mag vielleicht zu einem gewissen Teil auf historische Erfahrungen zurückzuführen sein, aber auch strategisch und personell hat die AfD sich dort wahrscheinlich nicht ganz falsch aufgestellt, ansonsten lässt sich das Ergebnis im Saarland kaum erklären.

So enttäuschend das gestrige Ergebnis aber auch sein mag, wir dürfen nicht aufgeben. Phasen der Konsolidierung sind im politischen Alltag vollkommen normal und bedeuten nicht einmal, dass der grundsätzliche Aufwärtstrend beendet ist. Ich bin überzeugt davon, dass die AfD noch eine große Zukunft hat und unser Land nachhaltig prägen wird. Des Weiteren ist festzustellen, dass sich nahezu weltweit der Zeitgeist in unsere Richtung dreht. Dementsprechend dürfen wir uns nicht von diesem kleinen Rückschlag entmutigen lassen, sondern müssen uns jetzt umso engagierter für die AfD einsetzen. Zeigen wir es den Apparatschiks des Altparteienkartells. Nach dem Wahlkampf ist vor dem Wahlkampf und bereits bei der Landtagswahl in NRW 2022 kann die Welt schon wieder anders aussehen. Lasst uns jetzt gemeinsam die richtige Strategie für den Westen Deutschlands suchen und finden.


Quelle: Dr. Christian Blex

1 Kommentar zu “Die Bundestagswahlen zeigten, dass unser AfD-Personal in Ostdeutschland sehr geschätzt wird

  1. Der alte Querdenker

    Es gibt sicherlich eine Vielzahl kleinerer, regionsabhängiger Gründe, warum hier und da es Verluste für die AFD gegeben hat, die die Partei korrigieren kann, doch nicht alles ist hierdurch zu erklären.
    Auch lässt sich einiges von den Ost-AFD-Landesverbänden grundsätzlich lernen.
    Die klugen Organisationsstrukturen, die nicht zuletzt auf einer meist besseren Geschlossenheit der Partei mit einem sehr klaren und verlässlichen Profil beruhen.

    Fehlende Grabenkämpfe, etwa wie bei dem einen oder anderen Westverband, wirken sich natürlich gerade innerparteilich sehr stabilisierend und motivierend aus.

    Von der Kompetenz kann die AFD weit mehr bieten als irgendeine andere Partei in Deutschland.
    Dieses As lässt sich jedoch nur dann gut ausspielen, wenn sie als solches wahrnehmbar ist.
    Dazu gehört daher die Geschlossenheit der Partei und ihre kommunikative Reichweite.

    Im Westen Deutschlands scheinen gerade die zwei Attribute weniger gut zu funktionieren als im Osten.
    Zur Geschlossenheit bedarf es nur den Willen der einzelnen Parteimitglieder und einer regen innerparteilichen Kommunikation.

    Die kommunikative Reichweite zu den Bürgern hingegen ist im Westen wohl das weit größere Problem als im Osten. Doch für diesen Umstand trägt die AFD nun die geringste Schuld und ist diese vorherrschende Situation das zensorische Produkt der AFD-Gegner.
    Hier bedarf es einer hartnäckigen Ausdauer und noch größerer Kreativität als bisher bei den einzelnen Mitglieder. Jedem sollte bewusst sein, dass die Bedingungen für einen politischen Erfolg im Westen aus vielerlei Gründen schwieriger ist als im Osten.

    Dennoch ist die AFD keine reine Ostpartei, sondern aus guten Gründen eine gesamtdeutsche Partei, für die es sich zu kämpfen lohnt, wenn man in Deutschland langfristig wieder etwas zum Positiven ändern und zur bürgerlichen Gesellschaft zurückkehren will.
    Helfen könnten hierbei ein politischer Paradigmenwechsel in einem der östlichen Bundesländer, etwa die Erlangung einer Regierungsmehrheit durch die AFD und/oder ein linksunabhängiger, AFD naher Fernsehsender.

    Die politischen Themen werden der AFD ganz sicher nicht ausgehen und wird die wie auch immer gebastelte Koalition mit ihrer verheerenden grünlinken Politik für eine immer größere Probleme sorgen.

    Den Grünen geht es um einen Kahlschlag und die Zerstörung unseres Landes, ohne Not.
    Selbst die bisher gutgläubigen Bürger werden diese negativen Auswirkungen einer total-ideologisierten, sinnbefreiten grünlinken Politik zu spüren bekommen.

    Manipulierte Wahlen wie in Berlin werden dann den Grünen wohl auch nicht mehr helfen!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: