Die Mauer von gestern – die Mauern und Gräben von heute

13.August 1961 – Ein Unrechtsregime baut eine Mauer, und beginnt mit der Teilung eines Staatsgebietes und eines Staatsvolkes.

 

Verkauft wird das ganze als „antifaschistischer Schutzwall“, als „Ausbrennen des imperialistischen Giftpfahls (Westberlin) im Fleische des Sozialismus“.

Was in Berlin seinen Anfang nimmt, wird dann im Westen der sowjetischen Besatzungszone auf ganz Deutschland ausgeweitet. Ganze 28 Jahre dauert es, bis der Mut der Menschen, der Drang und die Sehnsucht nach Freiheit so groß werden, dass diese Mauer Risse bekommt, die dann schlussendlich zum Einsturz dieser Mauer führen. Aus dem anfänglichen Slogan „Wir sind das Volk“, wird plötzlich „Wir sind EIN Volk“.

Die Mauer ist Geschichte. Die Mauer in den Köpfen braucht dafür um einiges länger als ihr Pendant aus Beton und Stacheldraht. Nur langsam verschwinden Vorurteile und Stereotypen zwischen „Ossis“ und „Wessis“. 28 Jahre „Eiserner Vorhang“, 28 Jahre Zugehörigkeit zu zwei unterschiedlichen Wirtschafts- und Militärblöcken, 28 Jahre unterschiedliche Sozialisation haben einen Riss, eine Wunde hinterlassen, deren Heilung nur langsam voran schreitet. Irgendwann ist es geschafft. Auch die Mauer in den Köpfen ist, bis auf ein paar wenige Ewiggestrige, weg – Geschichte, Erinnerung.

04.September 2015 – Im Bundeskanzleramt trifft eine Frau eine einsame Entscheidung, bar jeder Vernunft, wohl wissend, damit Rechtsbruch zu begehen. Diese Entscheidung fällt sie nicht rational, sondern deshalb, um keine „schlechten Bilder“ zu produzieren. Mit dieser Entscheidung baut sie viele Mauern und zieht viele Gräben. Nein, nicht an der Staatsgrenze, sondern quer durch die Gesellschaft, durch Parteien, durch Freundschaften, Familien, Beziehungen. Das Volk entzweit sich erneut – nicht in Ossi und Wessi, sondern in die, die diese einsame Entscheidung befürworten, den hunderttausendfachen Gesetzesbruch gut heißen, und die, die diese Entscheidung kritisieren, was sie in den Augen der Befürworter zu Nazis und Rassisten macht.

Alle Gefahren, vor denen die Entscheidungsgegner gewarnt haben, sind eingetreten. Die unschönen Bilder, die die Frau vermeiden wollte, sie kamen trotzdem, wenn auch nicht an der Grenze, so aber auf Bahnhöfen, in Fußgängerzonen, auf dem Weihnachtsmarkt und auf Volksfesten. Grenzen waren angeblich nicht zu schützen. Deswegen sind öffentliche Veranstaltungen nur noch mit massiven Sicherheitsvorkehrungen realisierbar. Aber es gibt noch weitere Mauern, noch weitere Gräben. Während sich die Befürworter in breiten bunten Bündnissen nicht zu schade sind, mit Verfassungsfeinden, den rotlackierten Faschisten, zu kollaborieren, und sich als moralisch erhöhte Einheitsfront präsentieren, ziehen die Entscheidungsgegner selbst untereinander Grenzen. Bei allen, von der Gegenseite zu Rassisten und Nazis gestempelt, wächst die Distanzeritis, um ja den Beweis anzutreten, doch kein Nazi, kein Rassist zu sein. Anstatt im Kampf gegen die Auswirkungen der einsamen Entscheidung vereint, wird sich gegenseitig bekämpft.

Lasst uns untereinander die Mauern einreißen, die Gräben zuschütten. Egal ob Patriot, Konservativer, Liberaler, Montags-Spaziergänger oder einfach Gesunder-Menschenverstand-Innewohnender, ob parteilich oder außerparteilich Engagierter, wir brauchen jeden, um diese Zustände in unserem Land zu ändern. Auch wenn wir getrennt in den Beweggründen für unser Tun sind, so sollten wir geeint in der Sache selbst sein. Wenn wir diese Mauern und Gräben untereinander überwinden, so hat Deutschland wieder eine Chance – eIne Chance auf wirkliche Demokratie, auf Frieden und Freiheit.

 

Quelle: AfD Kreisverband Oberallgäu Kempten Lindau

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