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M. Renner: „Meuthens Rede war eine bedingungslose Unterwerfung an das Altparteienkartell“

Der niederträchtigste aller Schurken ist der Heuchler, … der dafür sorgt, dass er in dem Augenblick, wo er sich am dreckigsten benimmt, am tugendhaftesten auftritt. (Marcus Tullius Cicero)

Die selbstsüchtige Gesinnung zeigt sich in der Doppelmoral des Heuchlers. Heuchler sind Meister der Doppelmoral. Sie stellen andere an den Pranger – obwohl sie sich selbst ganz und gar unmoralisch verhalten. Die Zersetzung der gebildeten Strukturen, der einigenden Auffassungen der Gemeinschaft ist das gewollte und angestrebte Ergebnis des egomanischen Doppelmoralisten.


Wir brauchen einen „Großen Reset“ in unserer Partei

Man kann gar nicht anders, als diesen AfD-Parteitag in Kalkar – bewusst mit einigen Tagen Abstand – noch einmal Revue passieren zu lassen und einer Bewertung zu unterziehen. Und es ist richtig, die wichtigste Botschaft direkt vorweg zu nehmen: Wir brauchen in meiner und unserer Partei der „Alternative für Deutschland“ einen „Großen Reset“. Und das lieber gestern, als heute.

Die AfD wurde – auch von mir als einem von 16 Mitgründern – etabliert, um eine seit Jahrzehnten zunehmend zerstörerische Politik zu stoppen und zu begründen, warum diese international-globalistische und öko-sozialistische Politik ins wirtschaftliche, gesellschaftliche, soziale und kulturelle Verderben führt, führen muss.

Die alles zerstörende Richtung, die vom derzeitigen Einheitsparteienblock, der „Neuen Einheitspartei Deutschland (NED)“ vorgegeben wurde und immer rigider weiter verfolgt wird, lässt sich in einem Satz beschreiben: Es ist die vollständige, bewusst herbeigeführte und gesteuerte Auflösung, nein, Zerstörung unserer nationalen Identität, unserer kulturellen Identität, unserer christlichen und auch jüdischen Identität, unserer aufgeklärten und freiheitlichen Identität.

Oder, noch kürzer: die totale Entnationalisierung – hin zu einem demokratiefernen, technokratischen, elitegesteuerten Gebilde im Sinne des Phantasmas der „Vereinigten Staaten von Europa“.

Und genau das ist und war der Grund für unseren bereits antithetischen Namen: Alternative FÜR DEUTSCHLAND.

Das ist der alleinige Daseinsgrund unserer alternativen Partei

Das ist genau das, was hier in Deutschland, aber auch in den anderen Ländern unseres Europas, dem Abendland, seit Jahren passiert. Es ist das erklärte und durch viele Entscheidungen bewiesene Ziel, es ist die bewusste und vehement vorangetriebene Marschrichtung dieser Regierung, mitgetragen von allen Parteien des Deutschen Bundestages.

Außer uns, die wir die einzige wirkliche Oppositionspartei sind. Und das schon macht uns – unabhängig von allen anderen Politikfeldern, unabhängig von jeder fachlichen Expertise, unabhängig jeglicher Rationalität – zum politischen Feind, zum politisch unberührbaren Paria in jedem deutschen Parlament.

Das ist der alleinige Daseinsgrund unserer alternativen Partei. Und solange dem so ist – und dafür kämpfe ich unbeirrbar und in aller Entschlossenheit – können und dürfen wir nichts, aber auch gar nichts tun, was unserem politischen Gegner gefallen könnte.

Wir sind die künstlich angelegte rettende Sandbank

Eine etwas fiktional anmutende Beschreibung der aktuellen Realität: Wir sind die in letzter Sekunde künstlich angelegte rettende Sandbank, welche die Titanic vor dem bewusst angesteuerten Eisberg auflaufen lässt – und damit die Passagiere und die Mannschaft vor dem Untergang, dem Ertrinken, bewahrt. Das – und nur das ist unsere Aufgabe.

Es gibt keine sachlich gut formulierten Anfragen, keine noch so fundierten Anträge oder Gesetzesentwürfe, um diesen, von allen anderen Parteien anvisierten Eisberg aus der Welt zu schaffen. In keinem deutschen Parlament ist damit derzeit eine Mehrheit zu erreichen. Das ist die traurige Realität.

Wer das nicht erkennt, wer gar metaphorisch von Minenfeldern fabuliert, die es geschickt zu umgehen gälte – der ist in einer führenden und damit zielgebenden Position der Alternative für Deutschland wahrhaftig fehl am Platze. Hat er doch damit bewiesen, dass er die drohende Gefahr – den Untergang bedeutenden Eisberg unmittelbar voraus – gar nicht erkennt. Dass er nicht durchschaut, dass es gar keine Ausweichmöglichkeit mehr gibt. Und die Entscheidung nur noch zwischen Kollision und Vollbremsung besteht, was aber auf freier See eben physikalisch unmöglich ist.

Wir erleben deutlich, spätestens durch die Geburt des hässlichen Kindes „Cancel Culture“, der nicht weniger hässlichen Mutter namens „Politische Korrektheit“, dass nicht nur wir als politische Opposition, sondern jeder gesellschaftliche Widerstand, jede kritische Stimme in unserem Land mit allen Mitteln des polit-ökonomisch-medialen Komplexes aus dem demokratischen Diskurs verbannt werden soll.

Ein polit-ökonomisch-medialer Komplex, den man – nur wenig überspitzt – auch als Befehls- und Lenkungsorgan der hier immer deutlicher auftretenden und immer präsenter werdenden neo-/kulturmarxistischen Nomenklatura bezeichnen kann.

Das ist die Lage in unserem Land, die man nicht ignorieren, nicht missverstehen, nicht fehlinterpretieren kann.

Wir müssen das Regierungsschiff bremsen und auf die von uns errichteter und rettender Sandbank auflaufen lassen. Wir haben aufzuzeigen, dass die aktuelle Corona-Krise als Sonderrechtsregimebenutzt wird, um unsere freie und soziale Marktwirtschaft und unsere freiheitliche Demokratie in eine öko-sozialistische Befehls- und Lenkungswirtschaft zu transformieren.

Das ist doch die Quintessenz der verschwurbelt daherkommenden Aussagen unserer Frau Bundeskanzler, wenn sie von „der großen Transformation“, „der neuen Normalität“, „der Neuen-Welt-Ordnung, an die wir Teile unserer Souveränität abzugeben hätten“ schwadroniert.

Das ist unsere Aufgabe als aktuell einzig agierende Oppositionspartei. Aufzuklären, das große Bild zu zeichnen und unermüdlich in all seinen politischen Facetten, seinen Auswirkungen und Folgen darzulegen. Bis der etwas „bequemlichkeitsverirrte“ Bürger seine Rolle als Souverän in unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung wieder erkennt und diese auch wieder wahrnehmen will. Wir haben das massenmediale, regierungsopportune Framing einer sich immer neofeudaler gebärdenden „Nomenklatura“ täglich zu durchkreuzen und zu durchbrechen.

Vieles, was unsere als Metapher beschriebene „Sandbank“ und dem „Eisberg“ betrifft, ist bereits in vollem Gange. Mit „Pegida“ entstand eine Bürgerbewegung, deren Sorgenthema die zunehmende Islamisierung ist. Aktuell ist mit den „Querdenkern“ eine weitere, dieses Mal innerhalb des politischen Spektrums höchst heterogene Bewegung entstanden, die sich wegen der zunehmenden, geradezu brachialen Einschränkung der Grundrechte im Zuge der angeblichen Corona-Bekämpfung sorgt.

Bürger erkennen, sorgen sich, schließen sich zusammen und gehen auf die Straße. Das nennt man Versammlungsfreiheit und Freiheit der Meinungsäußerung, also Demokratie. Mit zur Regierungspolitik deutlich konträren Positionen. Wir sind nicht deren parlamentarischer Arm. Aber wir sollten grundsätzlich begrüßen und anerkennen, dass hier Prozesse der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung stattfinden, die auch das Entstehen der „Alternative für Deutschland“ begründet haben.

Das ist nicht nur unsere Aufgabe, das ist unserer Pflicht

Als einzige Oppositionspartei haben wir für die demokratischen Rechte auch dieser Bürger, haben wir für die demokratischen Rechte aller Bürger einzustehen und zu kämpfen. Das ist nicht nur unsere Aufgabe, das ist unserer Pflicht. Ausgrenzung und Tabuisierung solcher Bewegungen, die im Kern und in der Substanz zu ähnlichen Überlegungen kommen, wie die Mitglieder unserer Partei, das wäre in höchstem Maße schändlich und verräterisch.

Während auf uns AfD-Bundestagsabgeordnete im Plenum nur verbal eingedroschen wurde, hat man gleichzeitig draußen die Bürger, die für ihre Grundrechte demonstrierten – einen Steinwurf vom Deutschen Bundestag entfernt – mit Wasserwerfern „beregnet“ und staatsgewaltlich körperlich geprügelt.

Das geschieht heute in unserer Demokratie – DAS sind die Zeichen der Zeit, die es zu thematisieren gilt und die im Parlament anzuklagen sind.

Wir halten einen „Sozial-Parteitag“ in Kalkar ab, auf dem der Bundessprecher der einzigen Oppositionspartei sich nicht nur von den Bürgern der „Querdenker“-Bewegung distanziert, sondern damit auch in Distanz zum Kampf für die demokratischen Rechte des Bürgers geht. Der sich distanziert von all jenen, die sich nicht rhetorisch gebildet oder parlamentarisch versiert auszudrücken wissen. Gilt die Würde des Menschen (Art. 1 GG) für diese Bürger nicht? Haben auch wir arrogant all‘ jene auszustoßen, sie möglichst von jedem Diskurs fernzuhalten und sie gesellschaftlich zu tabuisieren? Nein! Sicher nicht!

Abgesehen davon, dass all‘ jene Delegierten, die dem Bundessprecher in Kalkar lobschreiend zur Seite standen, nicht minder „proletenhaft krakeelend“ empfunden werden mussten, als die von Prof. Meuthen gar so gerne Ausgegrenzten und Abgestoßenen. Doppelmoral, hier besonders eindrücklich demonstriert. So ganz nach dem Motto: „ Meine Prolls, die dürfen und sollen das…“

Er stellt die eigenen Abgeordneten an den Pranger

Merken denn unser Bundessprecher und seine Fürsprecher nicht, dass sie sich bis ins Detail der Rhetorik, der Stilistik und der Methodik unserer linkslastigen, sozialistischen, politischen Gegner bedienen? Merkt er nicht, dass er in jedem Punkt das gleiche Narrativ, das gleiche Framing benutzt und unterstreicht? Merkt er nicht, dass er als Kronzeuge eines geradezu mittelalterlich, voraufklärerisch anmutenden Tribunals auftritt, dessen einzige Motivation und Absicht das politisch exakte Gegenteil von dem ist, wofür unsere „Alternative für Deutschland“ einst gegründet wurde?

Und schlimmer noch: Er stellt sogar noch die eigenen Abgeordneten an den Pranger. Nicht nur innerparteilich, sondern bewusst vor den Augen der medialen Öffentlichkeit. Er versucht also, die – unbestritten – begangene Dummheit nicht beaufsichtigter Gäste im Deutschen Bundestag durch eine ungleich größere, in ihrer Wirkung weitaus fatalere Dummheit zu heilen.
Oder ist das gar kein Heilungsversuch? Sondern eine öffentlichkeitswirksame Zersetzung der eigenen Partei, seiner ihm vielleicht kritisch gegenüberstehenden innerparteilichen Wettbewerber. Und dann ruft er – geradezu lächerlich – zu einer Disziplin auf, die er just im gleichen Atemzug gänzlich vermissen lässt.

Feuer ans Fundament der Alternative für Deutschland gelegt

Im Ergebnis war dies eine „Brandrede“, die nur allzu bewusst Feuer ans Fundament der Alternative für Deutschland gelegt hat. So geriet der Parteitag – der eigentlich durch die überwältigend hohe Akzeptanz des Leitantrages zur Sozialprogrammatik als gut gelungen zu bewerten wäre – in der Berichterstattung zur Realsatire: Hasserfüllte Gesichter, die mit sich überschlagender Stimme in Mikrofone brüllen. Wohlgemerkt: Darunter eben in vollem Umfang auch das sich selbst „bürgerlich“ wähnende Lager, angetreten, um die angeblichen „Prolls“ und „Selbstdarsteller“ endlich Manieren und Disziplin beizubringen.

O tempora, o mores!

Man musste kein aufmerksamer Beobachter sein, um zu bemerken, dass mit Meuthens Rede kein diplomatisches Friedensangebot an das Altparteienkartell unterbreitet, sondern die bedingungslose Kapitulation und Unterwerfung angeboten wurde.

Und zugleich auch in diesem Punkt das unsägliche Narrativ, das fehlleitende Framing des politischen Gegners folgsam bedient wurde: Die Mär vom Duopol, von der Bipolarität der „Alternative für Deutschland“. Das sich um die Pole der „rechten Radikalen“ auf der einen und den eher „gemäßigten Wirtschaftsliberalen“ auf der anderen Seite dreht.

Es geht aber in unserer Partei nicht um die Meuthens

Es geht auch nicht um die Höckes unserer Partei. Das wird unserer Partei nicht gerecht. Das wird der breiten Masse unserer Mitglieder nicht gerecht, die diese Streiterei endlich beendet und endlich eine konstruktive, einige Oppositionsarbeit sehen wollen. Eine Partei, wie die AfD, die als einzige Oppositionspartei selbstverständlich einen viel breiteren politischen Ansatz hat, haben muss, wie die anderen.

Diese sehr breite politische Aufstellung muss moderiert, muss, da These und Antithese sich gegenüber stehen, zur Synthese im dialektischen Streit und Sinne veredelt, beigelegt und miteinander versöhnt werden.

Ich sage es seit Anbeginn in unserer Partei immer und immer wieder: Personen sind austauschbar – aber unsere politischen Positionen dürfen es nicht sein. Wir haben „das Primat des Politischen“ zu befördern und nicht, wie alle anderen Parteien, „das Primat des Persönlichen“.

Alle ethischen Grundsätze unserer immer noch jungen Partei sind erneut mit dieser bewusst inszenierten und bewusst provozierten Schlammschlacht verletzt worden. Wir konnten nicht die Früchte unserer anstrengenden Programmarbeit ernten bei der wir eine weitere programmatische Lücke mehrheitlich geschlossen haben. Leider konnten wir hierüber in der Berichterstattung nichts lesen. Weil alles dies überlagert wurde durch etwas anderes Gewolltes.

Bewusste und inszenierte Zerstörung

Alles das wurde zerstört. Bewusst und inszeniert, wie ich dem geneigten Leser in den nächsten Zeilen beweisen werde. Leider konnte ich diesen Beweis der bewussten und inszenierten Zersetzung des Parteitages als Debattenbeitrag um die am Vortag gehaltene Rede Meuthens den Delegierten des Bundesparteitags nicht vermitteln.

Nach etwa 20 Vorrednern stand ich als nächster Redner am Mikrofon und wollte den folgenden Hintergrund dem Plenum nahebringen. Als dann – Zufall? – dem fünften GO-Antrag auf „Ende der Debatte“ stattgegeben wurde.

Am Samstagmorgen vor Beginn des Parteitages wurde ich bei meinem Eintritt in den Saal von einem mir persönlich gut bekannten TV-Redakteur angesprochen:


TV-Redakteur:

Herr Renner, guten Morgen. Na, das wird heute ja heiß hergehen.“

Martin E. Renner:

Wieso? Ich denke ganz im Gegenteil. Der Leitantrag zur Sozial- und Rentenpolitik erscheint mir doch ganz gut ausbalanciert zu sein und ich denke, wir werden mit sehr hoher Zustimmungsrate diesen Grundsatzantrag verabschieden.“

TV-Redakteur:

Na, das meine ich ja nicht. Aber: ich habe das Redemanuskript von Meuthens Rede vorab überreicht bekommen, mit dem Hinweis, schön aufzupassen, da die Rede eine Bombenwirkung haben werde…“


Ja, der Journalist hatte Recht. Die Rede hatte eine Bombenwirkung. Gut, dass der Redakteur, also die Medien, darauf rechtzeitig vorbereitet wurde. Besser aber wäre es gewesen, wenn auch ich frühzeitig darauf vorbereitet gewesen wäre. Ich hätte dann unserem Sprecher eindringlich geraten, diese Rede so nicht zu halten, um damit Schaden an unserer Partei zu vermeiden.

Doch jetzt müssen wir alle damit leben – und anfangen alles aufzuarbeiten. Am besten auf einem Sonderparteitag.

Ich grüße Sie, liebe Leser
Ihr
Martin E. Renner, MdB

7 Kommentare zu “M. Renner: „Meuthens Rede war eine bedingungslose Unterwerfung an das Altparteienkartell“

  1. Schlimmes Schwadronieren im Gewande eines unerträglichen J‘accuse! In seiner Blase erkennt Martin Renner gar nicht, dass in der Zielgruppe der Wähler der AfD , den bürgerlichen und bürgerschaftlich Interessierten, keiner diese Partei ernsthaft als wählbar in Erwägung zieht. Keiner, als bonmot würde ich sagen: und im Westen noch weniger. So lange Höcke (ob berechtigt oder nicht, ist völlig schnurz egal! Der Mann hatte seine Chance und hat sie nicht genutzt: er hätte gegen den Verfassungsschutz vorgehen, klagen können/müssen/sollen, der ihn ja angeblich verleumdet und verunglimpft hat. Das hat er – ebenso wie Kalbitz – nicht getan. Deswegen ist er entweder ein Lügner oder ein Feigling und vor allen Dingen aber jemand, der die AfD auf dem Weg zur Volkspartei seit Jahren genügend beschädigte !) noch für die Partei steht oder nach Belieben herausgekramt werden kann wegen dem was er sagt oder alles in den letzten Jahren gesagt hat, wird sie halt über die 10 % plus minus nicht hinauskommen und dann auch nie einen ernsthaften Politikwechsel in Deutschland, der mehr als überfällig ist, auslösen können.
    Deswegen ist der Befreiungsschlag von Meuthen mehr als überfällig gewesen.

    Nein, in der Tat : Die AfD muss sich rechts gesund schrumpfen. Meuthen muss seinen Kampf gegen Rechtsaußen im Interesse der Konservativen Sache und einer gesunden Statik im Parlament unbedingt fortsetzen.

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    • Der alte Querdenker

      Ich weiß ja nicht, was für sie Rechtsaußen ist, wie sie es definiert haben wollen, doch wäre ich mit solchen stigmatisierenden Äußerungen und sehr vorsichtig, weil die Begrifflichkeit „Rechts“ nicht selten einfach als „Nichtlinks“ definiert wird und alles hineingepackt wird, was Linken und Linksextremen nicht gefällt.

      Mit dieser Masche arbeitet demagogisch das Parteienkartell und ebenso ungenau der nicht neutrale so genannte Verfassungsschutz, der generell die AfD beobachten lässt, weil es den Regierenden für ihren eigenen Machterhalt so besser gefällt.
      So gesehen, wirkt das Verhalten von Herrn Meuthen wie ein vorauseilender, unterwürfiger Kniefall.

      Herr Höcke ist ganz sicher kein Demokratieverweigerer oder gar ein Nationalsozialist wie es gerne diffamierend von den billigen Rängen der linksextremen Fraktionen herunterschallt, sondern sein „Verbrechen“ ist einzig und allein seine Geradlinigkeit, seine Bürgernähe und Liebe zum Vaterland, was mittlerweile als Patriotismus geschmäht wird, jedoch absolut mit dem Grundgesetz vereinbar ist, im Gegesatz zur menschenverachtenden linken Ideologie und Bestandteilen des so genannten politischen Islams.

      Herr Höcke ist auch ein Befürworter der preußischen Liberalität und damit ein Verehrer des preußischen Geistes und der preußischen Kultur, alles Dinge, die dem Nationalsozialismus zutiefst widersprechen.

      Der Kampf von Herrn Meuthen gegen das so genannte „Rechts“ist in Wirklichkeit ein Armutszeugnis und en Kampf gegen die AfD als Volkspartei, hin zu einer reinen wirtschaftsliberalen Partei, die niemals die notwendigen Mehrheiten erzeugen kann, die die AfD für eine politische Wende benötigt.
      Eine FDP 2.0 braucht in Wirklichkeit kein Mensch in Deutschland, die dann allenfalls am langen Gängelband geführt wird als Mehrheitsbeschaffer der CDU.
      Doch selbst das wird nicht gelingen haben doch Merkel und ihre Seilschaften in der CDU eine ganz andere Wahl längst favorisiert, die linksextremen, stramm antideutschen Grünen.

      Herr Meuthen ist nicht so dumm, diese Zusammenhänge nicht zu verstehen.
      Was also ist das wirkliche Motiv für seine parteischädigenden Auftritte, welche „ehrenwerten“ Absichten verbergen sich hinter diesen öffentlichkeitswirksamen Auftritten wirklich?

      Man muss den intellektuellen Stil von Herrn Renner nicht mögen, doch wirkt er so weniger direkt und sogar viel diplomatischer als eine zu direkte und nüchterne Beurteilung der Lage.

      Wer einen solchen Parteifreund wie Herrn Meuthen hat, der brauch wahrlich keine äußeren Feinde mehr.

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  2. KarmaWa

    Ich war über Meuthen entsetzt – ja ich denke er handelt im Auftrag der Regierung – er will die AfD zerstören so wie es die Altparteien gerne sehen und öfter schon gesagt haben : Die AfD zerstört sich selbst, wir brauchen da nicht viel dazutun. Meuthen sollte sich zurückziehen und die Führung der Partei anderen überlassen.

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    • Dr. Christoph Friedrichs

      Ja, die AfD zerstört sich In der Tat selbst. Dieses braune Geraune von Kalbitz und Höcke zog und zieht die falschen an, die, die sich auch durch das unsägliche Desinformations – Gehetze aus dem Kanzleramt und den „angeschlossenen Funkhäusern“ in Richtung afd auf den Weg gemacht haben. Da fühlen sich die falschen angezogen. Die müssen raus, möglichst gestern! Und keine neuen von dieser Sorte mehr rein.

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      • Der alte Querdenker

        Herr Dr. Friedrichs, wenn dem so wäre, dass Herr Kalbitz und Herr Höcke der Grund für den geringeren Erfolg der AfD im Westen verantwortlich sein sollen, warum gibt es gerade in den westlichen AfD-Verbänden sehr viel Grabenkämpfe und kann eine geringere Parteidisziplin als in den östlichen AfD-Landesverbänden festgestellt werden.
        Interessanterweise gehörte Herr Kalbitz zu einen der erfolgreichsten AfD-Parteivorsitzenden eines AfD-Landesverbandes, der durch eine eher unsaubere Machenschaft aus der AfD geschmissen wurde, ohne ihm während seiner AfD-Mitgliedschaft in Brandenburg eine Verfehlung nachweisen zu können.
        Und das, was man ihm außerhalb seiner Mitgliedschaft, viele Jahre vor der Gründung der AfD vorwirft, bleibt noch zu beweisen.

        Herr Höcke ist ebenfalls ein sehr erfolgreicher Parteivorsitzender in Thüringen, der ebenfalls für sehr viel Zuspruch unter den Thüringer Wählern gesorgt hat und damit erfolgreicher als irgendein anderer Vorsitzender eines westlichen Landesverbandes.
        Der Erfolg von Herrn Kalbitz und Herrn Höcke für die AfD wurde u.a. auch dadurch erzielt, weil in diesen Landesverbänden die vielbeschworene Parteidisziplin funktioniert hat und auch weiterhin funktioniert.

        Herrn Höcke für die teilweise Profillosigkeit und Querelen in den westlichen Landesberbänden als Buhmann auszumachen, ist mehr als schäbig.

        Ein gutes Beispiel für die Führungsschwäche eines AfD-Politikers ist Meuthen selbst, der einen gewaltigen Scherbenhaufen beim AfD-Landesverband Baden-Württemberg hinterlassen hat.
        Hier leistet nun Alice Weidel ganze Arbeit, um diesen zerrütteten Landesverband wieder auf Kurs und zur Geschlossenheit zu bringen.

        Herr Höcke hat aus seinen Fehlern eher gelernt, was ich bei Herrn Meuthen leider bisher noch nicht zu erkennen vermag. Ich sage das als jemand, der Höcke dafür auch kritisiert hat, allerdings auf einer sachlichen Ebene.
        Die gegnerischen politischen Parteien fürchten ihn jedenfalls in Thüringen und Herr Meuthen scheint einem weiteren großen Wahlerfolg Höckes nicht gerade konstruktiv gegenüberzustehen.

        Ein Brückenbauer ist daher Herr Meuthen leider nicht und die potentiellen Wähler spüren dieses auch und haben deshalb ein schwindendes Vertrauen in den Bundesvorstand der AfD.

        Da, wo Rückgrat erforderlich wäre, da fällt Herr Meuthen durch ein eher defensives Herumwinden auf. Mutig und heldenhaft wirkt dieses nicht.
        Begeisterungsstürme löst dieses Verhalten daher bei der AfD-Anhängerschaft auch nicht aus.

        Die regierungskritischen Bürger wollen eine echte Alternative zu der gegenwärtigen extrem falschen Politik. Sie wollen auch kein Parteigezänk und irgendwelche Haarspaltereien!

        Wie sehr offenbar Höcke ein Dorn im Auge seiner Gegner zu sein scheint, wird durch die Aufhebung seiner Immunität im gleichen Atemzug mit Herrn Ramelow von der linksextremen Partei „Die Linke“ deutlich.

        Während der Vorgang bezüglich Herrn Ramelow recht eindeutig ist und sein Stinkefinger, den er Herrn Höcke demonstrativ gezeigt hatte, soll hier bei Herrn Höcke eine Volksverhetzung konstruiert werden, bezüglich seiner Anwürfe der Menschenschleuserei durch Frau Rakete im Mittelmeer, gewissermaßen als ein Art Entgegenkommen gegenüber den Linken im Thüringer Parlament und ein unterschwelliger Rechtfertigungsversuch für das unseriöse und demokratische Tugenden vermissenden Fehlverhalten des Herrn Ramelows.
        Der Stinkefinger von Herrn Ramelow im Parlament war nicht nur die allerunterste Schublade und absolut ungebührlich für einen Ministerpräsidenten, sondern auch eine Schande für das hohe Haus.

        Herr Höcke steht also im Fokus seiner Gegner und zeigt dennoch Rückgrat und einen gewissen Schneid. Deshalb wird er von seinen Gegnern so gehasst und von seiner wachsenden Wählerschaft gerade deshalb so geschätzt.

        Er ist in Thüringen beliebt, weil er für seine Grundüberzeugungen ohne Nachlass einsteht, dafür bereit ist, auch anzuecken und den Bürgern damit aus der Seele spricht, daher kein Blatt vor seinen Mund nimmt.

        Nun muss niemand der gleichen Auffassung wie Herr Höcke sein.
        Will man jedoch den Erfolg der AfD, dann sollte man ihm seinen Erfolg in Thüringen auch nicht missbilligen und sollte den AfD-Anspruch auf Meinungsvielfalt bitte ernst nehmen.

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    • Julian Voigt

      Viele AfD-Mitglieder haben
      ( so hab ich’s von dt. Wähler vernommen)
      zuvörderst die AfD resp.deren Parteiprogramm gewählt;
      dies mußten auch Lucke und Petry erfahren.
      Das parteischädigende Verhalten von
      Herrn Prof. Dr. Jörg M. kann so nicht hingenomnmen werden
      (so seh das, als kritischer Beobachter aus der Schweiz)!
      Mein Résummée:
      Liebe AfD-ler zeigt Prof. Dr. Jörg Meuthen.
      die >ROTE KARTE < die Mehrheit der AfD-ler
      – davon bin ich fest überzeugt – würden dies auch goutieren!
      Dr. M. wird weiter zündeln – keine Frage!
      LIEBER EIN ENDE MIT SCHRECKEN
      ALS EIN SCHRECKEN OHNE ENDE!
      Julian Voigt
      https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2020-49/diese-woche/meuthen-zerlegt-die-afd-die-weltwoche-ausgabe-49-2020.html

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  3. Der alte Querdenker

    Die Rede Meuthens war vor allen Dingen eine bewusste Provokation und eine Katastrophe zugleich.
    So wird ganz sicher ein Regierungsbündnis aus CDU/CSU und den Grünen auf Bundesebene nicht verhindert, sondern eher begünstigt.
    Ein Partei-Chef muss innerparteilich versöhnend wirken, muss Brücken bauen können, zwischen den verschiedenen Lagern einer Partei.
    Dieses wird um so dringlicher, je mehr die Partei den Charakter einer Volkspartei haben soll, daher von möglichst vielen Menschen in Deutschland seine Zustimmung erfahren soll.

    Nur eine wirklich starke AfD, die möglichst viele Bürger hinter sich versammeln kann, wird dazu in der Lage sein, in Deutschland einen politischen Wandel erzeugen zu können.

    Mit diesem durchschaubaren, öffentlichkeitswirksamen Vorstoß hat Herr Meuthen seiner Partei vorsätzlich einen Bärendienst geleistet und damit wieder einmal, daher nicht das erste Mal, unterstrichen, dass er sich als Bundessprecher der AfD leider nicht eignet.
    Man kann durchaus mehr Disziplin in einer Partei abmahnen, doch dann muss ein Vorsitzender selbst auch Vorbild sein und diesbezüglich mutig vorangehen.

    Außerdem lebt eine demokratische Partei von intern unterschiedlichen Meinungen und muss ein Vorsitzender das Verbindende hochhalten und nicht das Trennende.
    So wird polarisiert, wo Geschlossenheit und das Zusammenstehen erforderlich ist und so gewinnt man auch keine Wahlen, wo sinnlose Grabenkämpfe den potentiellen Wählern demonstriert wird.
    Dieses führt logischerweise zu einem Vertrauensverlust der Bürger, die sich hierdurch kaum noch verstanden fühlen.
    Es sollte gerade der AfD um die Überwindung der Politik-Verdrossenheit der Bürger gehen.

    Die Abwahl von Herrn Meuthen, ich muss das leider sagen, wird durch sein parteischädigendes Verhalten leider mehr als überfällig.
    Vielleicht benötigt er Zeit, um eine gewisse Läuterung zu erfahren und vielleicht ist seine Zeit an der Spitze der AfD einfach noch nicht gekommen und bedarf der Reife.

    Die Ausführungen von Herrn Renner sind sehr gut und sprechen einen sehr wunden Punkt der gegenwärtigen AfD an.
    Viele AfD-Politiker bemühen sich mit sehr viel Engagement um die Sorgen der Bürger und zeigen damit, es gibt eine echte Opposition in den Parlamenten unseres Landes und die Bürger sind nicht allein mit ihren Sorgen und Nöten.

    Genau diese Arbeiten der Kollegen werden mit dem Auftritt von Herrn Meuthen sabotiert. Da helfen dann auch seine Beschwichtigungsversuche in einer zweiten Rede am zweiten Tag des Bundesparteitages in Kalkar nicht allzu viel.
    Der erste Eindruck haftet meist länger und er tut alles andere als gut!

    Die ostdeutschen AfD-Landesverbände haben das Problem in der Führung schon seit längerer Zeit erkannt und gehen aufgrund dieser Erkenntnisse den klügeren und erfolgversprechenderen Weg.
    Gerade sie haben ja ihren Erfolg durch Geradlinigkeit, Disziplin und Bürgernähe erreicht und eben nicht durch ein parteiinternes Hickhack und Gewinde vor dem politischen Gegner. Dafür muss auch Klartext gesprochen werden, den der Bürger versteht und worin er sich auch verstanden fühlt.
    Politische Korrektheit ist der verordnete Maulkorb der Linken, eine in Wirklichkeit verbale Zensur, die die Meinungshoheit der Linken faktenlos sichern soll.

    Hier können AfD-Politiker Rückgrat zeigen und so das Augenmerk wieder auf die eigentlichen Probleme unserer Gesellschaft lenken.

    Die 8stdeutschen AfD-Landesverbände stehen demonstrativ geschlossen zusammen und zeigen wie erfolgreiche Parteiarbeit geht.
    Gerade im Osten Deutschlands wird die AfD besonders stark wachsen können und besteht eine reelle Chance in mindestens einem Bundesland eine Regierungsmehrheit zu erzielen. Von hier aus kann dann sukzessive ein politischer Wandel gegen sozialistische Bestrebungen stattfinden und nach Westen übergreifen.

    Meiner Überzeugung nach wird die Erneuerung Deutschlands vom Osten ausgehen und der Westen kann hiervon nur profitieren.
    Doch diese strategischen Überlegungen gefallen natürlich nicht den Deutschland hassenden AfD-Gegnern und schon gar nicht Frau Merkel.

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