Kindergeld für Kinder im Ausland: Bundesregierung lässt sich von der EU an der Nase herumführen

Während Österreich handelt, versteckt sich die Deutsche Bundesregierung weiter hinter der EU

 

Die Regierung Österreichs wird in Kürze die Anpassung des Kindergeldes für Kinder im EU-Ausland an das jeweilige Preisniveau beschließen. 2016 zahlte Österreich 273 Millionen Euro für rund 132.000 in anderen EU-, EWR-Staaten oder in der Schweiz lebende Kinder, deren Eltern in Österreich arbeiten.

In Deutschland ist die Situation ähnlich. Die Zahlen zeigen, dass die deutschen Steuerzahler an immer mehr Kinder im Ausland Kindergeld zahlen. So wurde im Dezember 2010 lediglich an 61.615 ausländische Kinder, die nicht in Deutschland leben, Kindergeld gezahlt, im Dezember 2017 waren es bereits 215.499 Kinder. Seit 2010 haben sich die jährlichen Überweisungen auf ausländische Konten auf mittlerweile 343 Millionen Euro nahezu verzehnfacht.

Im Gegensatz zur Regierung Österreichs lässt sich die Bundesregierung jedoch von der EU-Kommission an der Nase herumführen. Die EU lehnte eine Reform der Kindergeldzahlungen bislang ab. Das ist ein Skandal. Deutschland muss souverän entscheiden können, an wen und in welcher Höhe Kindergeld gezahlt wird. Die Bundesregierung sollte dem Beispiel Österreichs folgen.

 

Quelle: René Springer

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